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Kinderosteopathie in Zürich – Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

29. Sept.
3 Min. Lesezeit

Viele Eltern fragen sich nach der Geburt:

Sollte ich mit meinem Baby zur Kinderosteopathie? 


Vielleicht verlief die Geburt schwierig, Ihr Baby bevorzugt eine Kopfseite, hat Schwierigkeiten beim Trinken oder wirkt häufig unruhig. Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass viele Auffälligkeiten in den ersten Lebenswochen Teil der normalen Entwicklung sind und nicht jedes Baby eine Behandlung benötigt.


In unserer Praxis therapie kreuzplatz in Zürich nehmen wir uns Zeit für eine sorgfältige Untersuchung. Gemeinsam mit den Eltern beurteilen wir, ob die Entwicklung altersgerecht verläuft, ob eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein kann oder ob eine kinderärztliche oder physiotherapeutische Abklärung angezeigt ist.


Wann kann eine Kinderosteopathie sinnvoll sein?


Eine osteopathische Untersuchung kann insbesondere dann sinnvoll sein, wenn während der Schwangerschaft, der Geburt oder in den ersten Lebenswochen besondere Belastungen aufgetreten sind oder wenn Ihr Baby bestimmte Beschwerden zeigt.


Aufgrund folgender Symptome kommen Eltern mit ihrem Neugeborenen zur Osteopathie: 


  • schwierige oder sehr lange Geburt

  • sehr schnelle Geburt

  • Saugglocken- oder Zangengeburt

  • Kaiserschnitt

  • Mehrlingsgeburt

  • ausgeprägte Vorzugshaltung des Kopfes

  • abgeflachte Kopfform (Plagiozephalie)

  • muskulärer Schiefhals (Torticollis)

  • Schwierigkeiten beim Trinken oder Saugen

  • wiederkehrende Spannungszustände oder Unruhe

  • asymmetrische Bewegungen


Osteopathische Behandlung bei einem Säugling
Osteopathische Behandlung bei einem Säugling

Wie läuft eine Untersuchung ab?


Zu Beginn nehmen wir uns Zeit für ein ausführliches Gespräch. Dabei interessieren uns unter anderem:


  • Schwangerschaft und Geburt

  • Geburtsgewicht

  • Geburtsverlauf

  • Saug- und Trinkverhalten

  • Schlaf

  • Entwicklung

  • bisherige kinderärztliche Untersuchungen


Anschliessend untersuchen wir Ihr Baby mit sanften, dem Alter angepassten Techniken.

Wir beurteilen unter anderem:


  • Beweglichkeit

  • Kopf- und Körperhaltung

  • Muskelspannung

  • Bewegungsmuster

  • Symmetrie

  • Entwicklung

  • Funktionelle Beschwerden der Verdauungsorgane 


Falls wir Hinweise auf eine Erkrankung erkennen, die kinderärztlich abgeklärt werden sollte, informieren wir die Eltern entsprechend und arbeiten bei Bedarf interdisziplinär mit Kinderärztinnen, Kinderärzten oder Physiotherapeutinnen und Physiotherapeuten zusammen.


Die aktuellen Praxisleitlinien des Schweizerischen Osteopathieverbands betonen diese sorgfältige Abklärung und die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsfachpersonen.


Welche Beschwerden können begleitet werden?


Je nach Befund kann eine osteopathische Behandlung beispielsweise bei folgenden Situationen unterstützend eingesetzt werden:


  • Vorzugshaltung

  • Schädelasymmetrien

  • muskulärer Schiefhals

  • Einschränkungen der Beweglichkeit

  • Trinkschwierigkeiten

  • Spannungszustände

  • Funktionelle Beschwerden der Verdauungsorgane 


Dabei wird jede Behandlung individuell geplant. Nicht jedes Baby benötigt mehrere Sitzungen.


Was sagt die wissenschaftliche Evidenz?


Die wissenschaftliche Datenlage zur Kinderosteopathie entwickelt sich kontinuierlich weiter.


Für einzelne Beschwerdebilder liegen Hinweise auf positive Effekte vor. Gleichzeitig ist die Evidenz insgesamt noch begrenzt und für viele Fragestellungen nicht ausreichend. Hochwertige Forschung ist weiterhin notwendig.

Deshalb verstehen wir Kinderosteopathie nicht als Ersatz der Kinderheilkunde, sondern als mögliche Ergänzung innerhalb einer evidenzorientierten und interdisziplinären Betreuung.


Kinderosteopathie in Zürich


In der therapie kreuzplatz Zürich untersuchen und behandeln wir Säuglinge und Kinder mit viel Zeit, Ruhe und grosser Sorgfalt.


Unser Ziel ist es nicht, möglichst viele Babys zu behandeln, sondern gemeinsam mit den Eltern einzuschätzen, welche Unterstützung im individuellen Fall sinnvoll ist.

Wenn keine Behandlung notwendig ist, sagen wir das ebenfalls offen.


Häufige Fragen


Ab welchem Alter kann mein Baby zur Kinderosteopathie?

Falls eine Untersuchung sinnvoll erscheint, kann diese bereits in den ersten Lebenswochen erfolgen. Der optimale Zeitpunkt hängt vom Geburtsverlauf, der Entwicklung und den Beschwerden ab.


Muss jedes Baby nach der Geburt zur Osteopathie?

Nein. Viele Babys entwickeln sich ohne Auffälligkeiten und benötigen keine osteopathische Behandlung.


Ist die Behandlung schmerzhaft?

Nein. Die Untersuchung und Behandlung erfolgen mit sehr sanften, altersgerechten Techniken.


Brauche ich eine Überweisung?

In der Regel ist keine ärztliche Überweisung erforderlich. Bei bestimmten Beschwerden kann jedoch eine kinderärztliche Abklärung sinnvoll oder notwendig sein. Ein Teil der Kosten übernimmt die Zusatzversicherung (Komplimentärmedizin).


Termin Kinderosteopathie in Zürich


Haben Sie Fragen zur Entwicklung Ihres Babys oder möchten Sie eine osteopathische Untersuchung vereinbaren?






Autor: Dominik Mayer, Osteopath D.O. MSc. & Dipl. Sport- & Physiotherapeut


Quellen

  • Schweizerischer Osteopathieverband. Praxisleitlinien Neugeborene und Kinder, 2. Auflage, 2025.

  • Schweizerischer Osteopathieverband. Osteopathie für Babys – Wann ist eine Behandlung sinnvoll?

  • Cerritelli F et al. Osteopathic Manipulative Treatment for Pediatric Conditions: Systematic Review and Meta-analysis. 2022.

  • American Academy of Pediatrics. Pediatric Osteopathic Manipulative Medicine: A Scoping Review. 2021.


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