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Mehr Energie im Alltag: Warum Erholung auch in kleinen Pausen steckt

vor 10 Minuten
3 Min. Lesezeit

Kennst du das Gefühl, wenn der Tag schon am Morgen schwer wirkt, obwohl du eigentlich genug geschlafen hast?


Wie energiegeladen wir uns im Alltag fühlen, hängt nicht nur von der Schlafdauer ab. Auch Schlafqualität, körperliche Aktivität, Belastung und Möglichkeiten zur Erholung während des Tages spielen eine Rolle.  Kleine Pausen können dabei helfen, den Tag bewusster zu strukturieren und Belastung immer wieder zu unterbrechen.


Schlaf: zentrale Grundlage für Erholung


Schlaf ist ein wichtiger Bestandteil körperlicher und mentaler Erholung. Während des Schlafs laufen zahlreiche Prozesse ab, die unter anderem für Lernen und Gedächtnis sowie die Regulation verschiedener körperlicher Funktionen bedeutsam sind. Ausreichender und qualitativ guter Schlaf unterstützt zudem Aufmerksamkeit, Stimmung und die Leistungsfähigkeit am nächsten Tag.


Schon kleine Anpassungen können die Voraussetzungen für guten Schlaf verbessern: Ein bewusster Übergang vom Tag in den Abend und möglichst regelmässige Schlafzeiten geben dem Körper Orientierung. Auch eine ruhige Schlafumgebung und der Verzicht auf elektronische Geräte unmittelbar vor dem Schlafengehen können Teil einer guten Schlafroutine sein.


Arbeitsplatz mit Notizen, Laptop, Brille
Arbeitsplatz mit Notizen, Laptop, Brille

Regeneration im Alltag: Erholung steckt auch in den Zwischenräumen 


Viele Menschen denken bei Regeneration an Urlaub, Wellness oder längere Auszeiten. Erholung kann aber auch im Kleinen stattfinden. Kurze Pausen können helfen, körperliche und mentale Belastung zu unterbrechen und neue Aufmerksamkeit für die nächste Aufgabe zu schaffen.

Besonders bei längeren Arbeits- oder Sitzphasen können kurze Unterbrechungen sinnvoll sein. Aktuelle Untersuchungen zeigen Hinweise darauf, dass kurze Bewegungspausen bestimmte kognitive Funktionen kurzfristig unterstützen können.


Kleine Impulse, die sich leicht umsetzen lassen


  • Kurze Pause: Aufstehen, strecken oder einige Schritte gehen

  • Kurzer Moment ohne Input: Handy weglegen und bewusst nichts konsumieren

  • Frische Luft: Ein paar Minuten ans Fenster oder kurz nach draussen gehen

  • Bewegung: Eine kurze Runde gehen oder einige Treppenstufen nehmen

  • Ausreichend trinken: Regelmässig über den Tag verteilt trinken


Solche kleinen Unterbrechungen ersetzen keine ausreichende Erholung oder regelmässige Bewegung. Sie können aber eine einfache Möglichkeit sein, mehr Erholungsmomente in einen vollen Alltag einzubauen.


Wichtig: Anhaltende oder ungewöhnlich starke Müdigkeit sollte nicht einfach als Zeichen fehlender Erholung betrachtet werden. Müdigkeit kann viele verschiedene Ursachen haben. Wenn sie über längere Zeit besteht oder deutlich ausgeprägt ist, sollte sie medizinisch abgeklärt werden.


Warum Pausen hilfreich sein können


Regelmässige Erholungsphasen können dazu beitragen,


  • körperliche und mentale Belastung zu unterbrechen,

  • eigene Müdigkeit und Anspannung frühzeitig wahrzunehmen,

  • Aufmerksamkeit für die nächste Aufgabe wieder aufzunehmen,

  • längere Sitzzeiten zu unterbrechen,

  • und den Übergang zwischen verschiedenen Aufgaben bewusster zu gestalten.


Auch die Forschung zu Mikropausen zeigt kleine positive Effekte auf subjektive Vitalität und Müdigkeit. Für die allgemeine Leistungsfähigkeit sind die Ergebnisse dagegen weniger eindeutig.


Erholung bedeutet deshalb nicht, möglichst viel Zeit nichts zu tun. Entscheidend ist vielmehr, Belastung und Erholung im Alltag regelmässig miteinander abzuwechseln.


Fazit


Mehr Energie im Alltag braucht nicht immer grosse Veränderungen. Schlaf, Bewegung und regelmässige kurze Pausen sind verschiedene Bausteine eines erholsameren Tages.

Kleine Erholungsmomente lassen sich besonders dann gut in den Alltag integrieren, wenn sie realistisch sind und zu den eigenen Tagesabläufen passen.


Wenn du herausfinden möchtest, welche kleinen Regenerationsschritte zu deinem Alltag passen, unterstützen wir dich gern dabei, realistische und machbare Möglichkeiten zu entwickeln.




Autorin: Julia Blum, Dr. sc. ETH, Bewegung- und Sportwissenschaften, Personal Health Coach


Quellen:

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